Über uns

Ansprechpartner: Daniel Durand ( KingBauer@web.de) / Patrick Anspieler (Patrick.Anspieler@web.de)

Wir sind eine buntgemischte Sportgruppe die sich auf gemeinsamen OCR, Schlammcrosslauf, Outdoortraining, Klettern und Fitnesstraining freut. Die OCR Abteilung ist seit 2018 Neu beim TuS-Neureut (Mitglieder haben regelmäßiges Training auch in einer Sporthalle...). Wir nehmen als Gruppe gerne an Wettkämpfen teil und organisieren auch Veranstaltungen bei uns. Auf dem TuS - Außengelände ist unsere Greif-Figther-Basis auf der wir regelmäßig trainieren.

Bitte Beachten: Das Training geschieht auf eigene Gefahr!

 

Weitere Infos:

Greiflinge - OCR für Kids

Bei den Greif Fighters wird es künftig ein neues Sportangebot für Kinder geben – die Greiflinge. Heranwachsende Hindernisläufer werden mit den grundlegenden Bewegungsabläufen im OCR Sport vertraut gemacht. Es wird geklettert, gehangelt, geschwungen, gekrabbelt, balanciert und gesprungen. Auch Ausdauer, Beweglichkeit, Kraft und Schnelligkeit werden in funktionellen Übungen kindgerecht verpackt und geschult. Wir vermitteln mit Spaß und Freude ein gutes Körpergefühl und fördern in gesunder und ausgewogener Art und Weise den Bewegungsapparat.

Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren treffen sich ab dem 25.04.2022 immer montags (außer in den Schulferien) von 16 bis 17 Uhr je nach Wetter in der Sporthalle der Südschule Neureut oder auf unserer Trainingsbasis beim Vereinsgelände des TuS Neureut. Eine Schnupperstunde ist immer möglich. Zur regelmäßigen Teilnahme ist eine Mitgliedschaft beim TuS Neureut erforderlich.

Trainingszeiten

Wochentag Uhrzeit Trainingsgruppe Trainer Trainingsort
Montag 19:00-20:30 Greif Fighters Anspieler, Patrick Greif Fighter Basis oder  Turnhalle Südschule
Mittwoch 16:00 18:00 Greif Fighters Durand, Daniel OCR Trainingsgelände VBK
Donnerstag 18:00 20:00 Greif Fighters Durand, Daniel Kraftraum
Samstag 18:00 20:00 Greif Fighters Durand, Daniel Judohalle
Sonntag 18:30 20:00 Greif Fighters Durand, Daniel nach Absprach
WochentagUhrzeitVeranstaltungOrtTrainer
Montag16:00 - 17:00 Greiflinge - OCR für Kids Greif Fighter Basis Patrick Anspieler
Montag19:00 - 21:00 OCR Greif Fighter Basis Patrick Anspieler
Mittwoch15:30 - 17:00 OCR OCR Gelände beim VBK Daniel Durand
Donnerstag19:00 - 20:30 Fitnesstraining & Tabata TuS Gymnastikraum Daniel Durand
Samstag19:30 - 21:30 OCR TuS Judohalle Daniel Durand
Sonntag09:00 - 10:00 Lauftreff Alter Flugplatz Daniel Durand

Trainer

Daniel Durand

Telefon: 0172 7013636

Email: KingBauer@web.de

 

Patrick Anspieler

Telefon: 0163 2579186

Email: Patrick.Anspieler@web.de

The last Race…Abgang mit Paukenschlag (Dezember 2023)

Am ersten Dezember Wochenende machten sich 2500 Menschen auf den Weg nach Rudolstadt. Dort fand zum elften aber auch leider zum letzten Mal Getting Tough The Race statt. Ein Hindernislauf, der als härtester Europas zählt und dafür bekannt ist, seinen Teilnehmern physisch und psychisch alles abzuverlangen. Unter den Teilnehmern befanden sich auch sieben Mitglieder der Greif Fighters, der OCR Abteilung des TuS - Neureut 1892 e.V.

Nach der Ankunft vor Ort hieß es für zwei Mitglieder aber erst einmal den Getting Tough SAN zu bestreiten. Bei diesem Sprintrennen gilt es die letzten 600 Meter des Hauptrennens zu bewältigen. Aber Vorsicht, wer jetzt denkt, dass dies ein Spaziergang war, der kennt Getting Tough nicht. Auf diesen 600 Meter befanden sich unzählige Hindernisse, die es zu durch hangeln, klettern und kriechen zu überwinden galt. Auch künstlich angelegte Wasserhindernisse in Form von Schuttcontainern galt es zu durchqueren, was die Teilnehmer angesichts Temperatur von -4 °C, einiges an Überwindung kostete.

Am nächsten Tag wurde es dann für alle ernst. Schon beim gemeinsamen Frühstück unserer Athleten und Athletinnen konnte man die Aufregung spüren und sie stieg stetig auf dem Weg zum Veranstaltungsort. Dort angekommen wurden die Teilnehmer mit einer euphorischen Motivationsrede durch die beiden Veranstalter Markus „Captain“ Ertel und Michael „Kalinator“ Kalinowski auf das bevorstehende Rennen eingeschworen. Eines von vielen emotionalen Erlebnissen für die Teilnehmer an diesem Wochenende. Angesichts der Tatsache, dass es sich um das letzte The Race handelte, konnte sich manch Teilnehmer die ein oder andere Träne nicht verkneifen.

Anschließend führten die beiden Veranstalter in Begleitung von AC/DCs TNT die 2500 Teilnehmer an die 100 Meter breite Startlinie.

Und dann fiel der Startschuss! Bei extremen Bedingungen von -4 °C, wurden die Teilnehmer von Anfang von der Feuerwehr nassgemacht und mussten fast zu Beginn zwei Wassergräben überwinden, sodass sie mit durchnässter Kleidung auf die schneebedeckte und teilweise vereiste 24 km lange Strecke zogen, um sich wieder warmzulaufen. Als man das nach ca. 20 km und fast 1000 Höhenmeter wieder geschafft hat, kamen auch schon wieder die ersten Wasserhindernisse. Diesmal musste ein 200 Meter langer und ca. 1,5 Meter tiefer Wassergraben durchquert werden, daraufhin mussten die Teilnehmer zwei Hindernisse überwinden, bei denen das frische Wasser der Saale in Form eines Wasserfalls über die Teilnehmer gegossen wurde. Weiter ging es zum Rudolstädter Freibad, um dort 50 Meter zu schwimmen und 5 Tauchhindernisse zu bewältigen. Nach einigen weiteren Kletter-, Balance- und Wasserhindernissen erreichten die Teilnehmer den „Walk of Fame“. Dieser Abschnitt des Rennens sind die letzten 1000 Meter und die haben es in sich. Ungefähr alle 6 Meter erwartete die Teilnehmer ein Hindernis. Angefangen von lose aufgeschüttet Reifenstapel, Holzwänden, Kriechgängen und Klettergerüsten, die überwunden werden mussten, bis hin zu mehreren kleinen Wasserbecken. Das Wort Endspurt bekommt hier eine ganz andere Bedeutung. Auf diesem Teil der Strecke heißt Endspurt nur noch psychisch durchhalten. 

Nach ungefähr 4:15 Stunden war es endlich geschafft, unserer Athletinnen und Athleten erreichten völlig erschöpft und ausgekühlt das Ziel. Zittern vor Kälte aber glücklich diese Herausforderung gemeistert zu haben, wurden unsere Freunde von den beiden Veranstaltern im Ziel persönlich beglückwünscht. Angesichts der Kälte konnten nicht alle Teilnehmer dieses Privileg erhalten. Etwas mehr als 800 Teilnehmer mussten das Rennen frühzeitig aufgeben. Umso stolzer war auch der Trainer und Abteilungsleiter der Greif Fighters, Daniel Durand, auf seine Athletinnen und Athleten.

Nach einem gemeinsamen Finisher-Foto und Finisher-Tee hieß es dann nur noch schnell raus aus den nassen und rein in die trockene warme Kleidung. Nachdem sich unsere Freunde im Hotel eine warme Dusche und etwas Erholung gegönnt haben, wurde am Abend auf der After-Race-Party kräftig mit den anderen Teilnehmern gefeiert, bevor es dann am Sonntag wieder nach Hause ging.

Abenteuer Zugspitze (Juli 2023)

 

Die Zugspitze bei Garmisch-Partenkirchen, ein Berg mit besonderer Anziehungskraft. Mit 2.962 m ist er Deutschlands höchster Berg. Ein faszinierender Gigant aus Wettersteinkalk und Dolomit, der viele Touristen und Sportler zu jeder Jahreszeit anlockt. Der blaue Himmel und die aufgehende Morgensonne lassen das Bergmassiv malerisch und unreal wunderschön am Horizont erscheinen. Genau die richtige Zeit und Stimmung, um das Abendteuer beginnen zu lassen. Die Greif Fighters aus Karlsruhe wagten die Herausforderung, den Gipfel gleich mehrfach und auf unterschiedlichen Wegen zu erreichen.

Am Samstag den 08.07.2023 stand die Wanderung über das Reintal auf die Zugspitze bevor. Kurz nach Sonnenaufgang marschierte die hochmotivierte 14 Personen starke Gruppe los. Der Weg führte von Garmisch-Partenkirchen entlang der Partnach in das Reintal. Einem türkis-blau leuchtendem, tobendem und kalte, Gebirgsfluss flussaufwärts Richtung Zugspitze. Der Weg wurde langsam aber stetig anspruchsvoller. Von Asphalt und Split bis hin zu einem anspruchsvollen Waldwanderweg mit Wurzeln und Steinen. Je weiter die Greif Fighters dem Weg folgten, je interessanter wurde er. Der Untergrund wechselte von Stein zu Geröll bis hin zu Schnee und Eis. Das Bergpanorama war umwerfend und bot eine unfassbar weite Sicht auf andere mit Schnee bedeckte Gipfel. Die Sonne ließ das Bergmassiv noch gewaltiger wirken, in das wir immer weiter hineinwanderten. Eine wohlverdiente Pause an der Reintalangerhütte stärkte uns wieder, so dass der weitere Aufstieg bis zum Zugspitzplatt ein schweißtreibender Genuss war. Nach einem wirklich fordernden, steilen Geröllfeld, standen die letzten Höhenmeter an, die nur durch ein Drahtseil gesichert bewältigt werden konnten. 

Den ersten Blick nach dem anstrengenden 9-Stündigen Aufstieg von 24,5 Kilometern Länge und 2.400 Höhenmetern über den Grat auf den paradiesischen Eibsee, vergisst man so schnell nicht.  Das Weizenbier und Foto auf der Gipfelplattform rundeten den erfolgreichen Aufstieg ab. Mit der Zugspitzseilbahn ging es dann innerhalb weniger Minuten zum Eibsee Parkplatz abwärts.

Am Sonntag den 09.07.2023 ging es nach einem ausgiebigen Frühstück zum Erholungsspaziergang Rund um den Eibsee. Ein erfrischendes Bad im kristallklaren türkis-blau-grün leuchtenden See tankte die Batterie wieder auf, so dass alle bereit waren für das nächste Abenteuer.

Direkt am Montag den 10.07.2023 um 4 Uhr wagten die Greifs den Aufstieg mit Klettersteig über das Höllental. Der Weg führte durch die abenteuerliche Höllentalklamm, ein angelegter Weg direkt am Flusslauf mit Tunnel, kleinen Brücken und Wasserfällen. Nach weiteren Kilometern über Stock und Stein stand der erste Klettersteig bevor. Der Weg führte immer tiefer in das Höllental und die gewaltigen Bergwände um uns herum wuchsen in die Höhe. Für die meisten stand nun das erste Mal das begehen eines Gletschers bevor. Gut vorbereitet und mit Steigeisen, Eispickel und Wanderstöcken ausgestattet, war dies kein Problem. An der Randkluft des Gletschers war der besonders herausfordernde Einstieg in den zweiten Teil des Klettersteigs. An schroffen Felsen ging es steil Richtung Gipfel. Die Sonne brannte auf den Rücken, während der Fels von vorne die Wärme reflektierte. Schritt für Schritt ging es Meter um Meter voran.  Das ständige umhängen der Sicherung und das anspruchsvolle Klettern, forderte die ganze Kraft und Konzentration der Mannschaft. Die Spannung war zum Greifen spürbar als die letzten Meter vor dem Gipfel erreicht waren und das goldene Kreuz im blauen Himmel blendete. Die Gruppe erreichte nach 13 Kilometern und 2300 Höhenmetern gemeinsam das Gipfelkreuz und ließ ein verdientes stolzes Gipfelfoto machen. Ein kleiner Teil der Gruppe hatte dennoch nicht genug und nahm den Abstieg über den „Stopselzieher“ zum Eibsee. Belohnt wurde der Abstieg mit „surfen“ auf Geröllhängen und Schneeresten sowie einer Begegnung mit einer Gämse. Der Abstieg führte direkt wieder zum Eibsee wo nach weiteren anspruchsvollen 10 Kilometern und 2200 Höhenmetern der Sprung ins kühle Nass den Tag ausklingen ließ. 

Ein rundum gelungenes, verlängertes Trainingslagerwochenende auf der Zugspitze. Der Muskelkater hielt die Erinnerung an die Strapazen noch einige Tage in den Köpfen. Danach unterstützten die atemberaubenden Bilder die unterwegs gemacht wurden und das Video auf dem YouTube-Kanal der Greif Fighters die Erinnerungen. Im nächsten Jahr steht die sächsische Schweiz auf der To-Do-Liste und die ersten Planungen laufen bereits.

Greif Fighters stellen sich dem GTTR Hindernislauf (Rudolstadt 02.12.2022)

Eindrücke im Video auf youtube

Eine kleine Stadt mit ca. 22.000 Einwohnern in Thüringen. Hier ist Erholung und Ruhe angesagt. Im Jahre 1788 lernten sich hier die Dichter Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller kennen. Hoch über der Stadt thront majestätisch die Heidecksburg. Die Saale fließt gemächlich durch den Ort. Alles ist so schön idyllisch und schreit förmlich nach Entspannung.

Aber nicht am GETTING TOUGH Wochenende!

An diesem Wochenende herrschte bereits zum 10. Mal Ausnahmezustand in der Stadt. Die Veranstalter erwarteten etwa 2.000 Läufer*innen für einen der härtesten Hindernisläufe Europas. Schon 2013 erkannte das ZDF:

„Dieses Rennen ist nichts für Weicheier, GETTING TOUGH - THE RACE ist definitiv Deutschlands härtester Hindernis-Lauf, 24km Höllenqual. Hier geht Jeder an seine Grenzen und weit darüber hinaus. Nur die wirklich hartgesottenen erreichen das Ziel."

Die Athleten trafen in diesem Jahr auf kalte Nebelschwaden und 12-15 cm Neuschnee bei eisigen Temperaturen. Man spürte die starke Anspannung der Teilnehmenden vom ersten Moment an. Die Wetterbedingungen hoben den ohnehin schon schweren Wettkampf nochmal auf ein ganz anderes Level. Jeder wusste beim Erblicken von Schnee und Eis, dass dieses Mal das Wasser noch kälter, die Höhenmeter noch anstrengender, das Tauchen noch schmerzhafter und das Bewältigen der Hindernisse noch schwieriger werden würde.

Am Freitagabend starteten zwei Greif Fighters beim sogenannten „GT-SAN“. Dies ist ein kurzer “Sprint at Night“, bei dem alle Hindernisse im Zielbereich, dem „Killingfield“ bei Dunkelheit bewältigt werden müssen. Melanie Hentschel und Daniel Durand stellten sich der Herausforderung. Selbst bei diesem kleinen Lauf zeigte sich schnell, wie unbarmherzig der Schnee und die Kälte sind. Nach dem Wasserbecken, in dem man nur mit Tauchen weiterkam, erreichten beide das Ziel.

Nun kam der Samstagmorgen! Start für den Hauptlauf „GETTING TOUGH - THE RACE“

Das bedeutet, 25 km Streckenlänge und 1.000 Höhenmeter die überwunden werden müssen, bevor zum Schluss nochmal 130 Hindernisse auf dem „Killingfield“ zu überwinden sind. Wassergräben, Tauchen, Baumstammtragen, Reifen- und Sandsacktragen, Hangeln, Klettern, Balance, Eskaladierwände und vieles mehr forderten den vier Startern der Greif Fighters alles ab.

Nach einer Motivationsrede der Veranstalter Markus Ertelt und Michael Kalinowski ging es gemeinsamen zum Startfeld. Die Gänsehaut kam nun nicht mehr nur von der Kälte, sondern zugleich von der Spannung die in der Luft lag. Die Zuschauer sahen die Athleten entgeistert und bewundernd zugleich an.

Motivierende Beats dröhnten aus den Lautsprechern. Die Bengalischen Feuer brannten und es roch nach Schwefel und Rauch. Ein gemeinsames Gebet vor dem Start. In dieser kurzen, unheimlich andächtigen Stille, hörte man nur den knirschenden Schnee, den Atem der Läufer und das Rauschen der Wasserwerfer der Feuerwehr. Unbeschreibliche Gefühle und Emotionen die sich bei jedem einzelnen Läufer sammelten.

Dann der Startschuss. 2.000 Läuferinnen und Läufer rannten schreien auf den ersten Wassergraben zu. Von oben rieselte ein Schnee-Wasser-Gemisch der Wasserwerfer auf die Teilnehmer nieder. ACDC dröhnt während man durch den Schnee kroch und direkt danach in einen der 1,60 m tiefen Wassergräben sprang. Ohne Teamspirit geht es nicht. Und so half man sich gegenseitig aus dem Graben, weiter auf die Laufstrecke. Warmlaufen war der erste Gedanke den viele hatten. Wer jedoch die Veranstalter von GETTING TOUGH kennt, weiß dass es einem nicht so leicht gemacht wird. Nach nur 600 Metern befand man sich schon am nächsten Wasserhindernis. 40 Meter quer durch die Saale, die einem aufgrund ihrer Fließgeschwindigkeit auch die letzte Temperatur aus dem Körper zog. Ausgekühlt aber voller Adrenalin warteten nun direkt die ersten Höhenmeter. Es ging stetig bergauf, teilweise gespickt mit Serpentinen. Kurze Abwärtspassagen musste man wegen des Schnees teilweise sogar rutschen. Die Strecke hielt immer wieder neue Herausforderungen bereit. Auf einer steilen Hangstrecke von etwa 500 Metern mussten die Athleten einen Autoreifen tragen. Der Weg führte weiter bergauf und in den Wald. Die Wege wurden immer enger und rutschiger.

Es ist wohl eine Art Selbstironie, dass man während des Laufes und unter höchster körperlicher Anstrengung, plötzlich in einen Glücksrausch verfällt und die Schönheit der Natur genießen kann. Der Weg führte durch schneebedeckte Waldabschnitte. Die Luft war voll vom Dampf der Läufer. Der Schnee knirschte unter den Füßen. Der Nebel machte es still und mystisch. Und dann dachte man doch irgendwann wieder an die Hindernisse die noch kommen sollten.

Gut gelaunte Anwohner stehen mit Musikboxen vor ihren Häusern und verteilen warme Getränke und Liköre.

Nach einigen kleineren Hindernissen, Passagen bergauf und bergab, kamen die Läuferinnen und Läufer wieder zurück zum Startfeld. Der anfangs zu überwindende Wassergraben war nun ein 300 Meter langer Wasserkanal. Jegliche mühsam aufgebaute Körpertemperatur wurde damit rabiat wieder entzogen.

Ausgekühlt durften die Teilnehmer nun Sandsäcke über eine ehemalige Hindernisbahn der Bundeswehr tragen. Nach einigen kalten Betonröhren, Kriech- und Kletterhindernissen wartete nun der zweite Hammer. Das Schwimmbad!

Spätestens hier wusste man warum der Lauf physisch und psychisch eine absolute Grenzerfahrung ist. Aufgabe war es, so unterkühlt wie man war auch noch an mehreren Ringen entlang zu hangeln und am Ende der Hangelstrecke ins eiskalte Wasser zu springen. Nach einer Schwimmstrecke von 30 Metern mussten zu allem Überfluss noch mehrere Hindernisse untertaucht werden. Nicht umsonst standen am Beckenrand viele Rettungsschwimmer der DLRG im Neoprenanzug bereit. Das Schwimmbad trennt die Spreu vom Weizen und fordert die größten Verluste.

Direkt nach dem Schwimmbad warteten erneut Kriech-, Krabbel- und Kletterhindernisse auf die zitternden Athleten. Dann endlich ein kleiner Hoffnungsschimmer. Der wohl beliebteste Punkt nach dem Ziel war in Sicht. Eine Verpflegungsstation mit warmem Tee. Den Großteil vom Getränk verschüttete man, da es sich mit zitternden Händen gar nicht so leicht trinken lässt. Jetzt wartete nur noch das „Killingfield“. Den Eingang mussten die übrig gebliebenen Athleten erreichen, indem sie erneut die Saale durchquerten und einen künstlichen Wasserfall erklommen.

Ab jetzt hieß es nur noch Durchhalten, gegenseitig Helfen und Motivieren. Alle Teilnehmer brachten ihre Körper jetzt nochmal an Grenzen und weit, weit drüber hinaus. Im kalten und erschöpften Zustand galt es sämtliche Hindernisse im Zielbereich zu bewältigen. Die motivierenden Schreie der Zuschauer standen gegen unzählige mit Eisbedeckten Hindernisse. Als 4-er Team wurde jedes Hindernis nach und nach abgearbeitet. Die Greif Fighters Patric Schaudt, Melanie Hentschel, Patric Siebrand und Daniel Durand bissen sich durch und erreichten nach dem letzten Tauchbecken und anschließendem Kriechen das Ziel.

Die Veranstalter Markus und Michael beglückwünschten jeden einzelnen Finisher persönlich. Vom Ersten bis zum Letzten. Auch sie hatten größten Respekt vor den Leistungen jedes einzelnen Teilnehmers. Endlich wurde die Medaille umgehängt die alle vier Läufer nun mit Stolz tragen werden. Ein unglaubliches Erlebnis, dass die eigenen Grenzen verschoben hat. Sie werden sich wohl auch 2023 wieder der Herausforderung „GETTING TOUGH - THE RACE“ stellen.

...und wenn sie nicht aufgewärmt sind zittern sie heute noch J

GETTING TOUGH THE RACE (Thüringen 25./26. März 2022)

Am frühen Freitagmorgen sind die ersten Greif Fighters auf den Weg nach Rudolstadt in Thüringen – am Wochenende Schauplatz des anspruchsvollsten Hindernislauf-Events Deutschlands GETTING TOUGH THE RACE (GTTR).

Nach dem Hotel-Check-In, der erste Gelände-Check mit Wettkampf Nummer 1 für Alexa, Melanie, Patric Si. und Patrick A. :  Beim Sprint at Night (kurz SAN) müssen auf gerade mal 2 km eine geballte Ladung von Hindernissen überwunden werden – aber kein Problem für unsere vier Fighters. Am Ende der Strecke mit Hangeln, Kletterwänden und kaltem Wasser haben die Athleten ihre erste Medaille für dieses Wochenende um den Hals.

Am späten Abend treffen dann noch Alex, Patric Sch., Sabrina und Thorsten ein. Nach letzter Stärkung und kleiner Feier des Erreichten heißt es dann schnell schlafen gehen, um fit für den 24 km-Lauf am nächsten Tag zu sein. Spät in der Nacht trifft noch Christian ein, wir sind komplett und bereit.

Samstagmorgen heißt es früh aufstehen und ausgiebig frühstücken, um die Energiereserven für den anstehenden Wettkampf zu füllen. Die Aufregung steigt!
Nach dem Materialcheck ab zum Wettkampfgelände - Gepäckabgabe, Startnummernausgabe und Zusammentreffen mit vielen bekannten Sportlern, OCR-Freaks und Laufgruppen. Patric Schaudt präsentiert außerdem die neueste Sportmode im Bereich langfellige Einteiler, designed und ebenfalls getragen von einem Freund aus dem Team der Titans of Mud. Sonst trugen beide nichts, außer Laufschuhe.

Und dann ist so weit – der lange Gang zum Startfeld beginnt für über 1500 Läufer in einem großen Pulk- alle Greifs gehen gemeinsam als Team zum Startbereich und wünschen sich ein letztes Mal Glück und vor allem viel Spaß. Die letzten Sekunden verstreichen, es wird das GTTR - Renngebet gesprochen; die Sportler schwören sich auf die vor ihnen liegenden stundenlangen Strapazen ein, werden mit Bengalos eingenebelt, die Anspannung steigt, der Startschuss fällt - und los geht's!
Nach den ersten auf allen Vieren zu krabbelnden Metern bei dem man vergisst zu atmen vor Aufregung warten bereits eiskalte Wassergräben und schlammige Kletterhügel auf die Athleten - Augen zu und durch! Nach der 1. Durchquerung der Saale kommen dann mehrere steile und kräftezehrende Anstiege, gekrönt vom kilometerlangen Reifen tragen am Berg auf und ab - man kommt langsam aus der Puste und ins Schwitzen, aber noch rennt man und der Schreckzustand ist vorbei. Im Anschluss folgt eine lange, anschauliche und anstrengende Laufstrecke über Stock und Stein, durch Wälder und Dörfer, mit über 900 Höhenmetern, Asphalt, Wiesen, Schotter und Wurzeln - für jeden Läufer war etwas dabei, was er nicht mag. Nach mehreren kleineren Hindernissen nähern sich die Athleten dann wieder dem Hauptgelände, einer ehemaligen militärischen Trainingsbahn. Jetzt wird der Wassergraben nicht überquert sondern es wird vollständig bis zum Kinn durchgewandert, die Kleinen müssen schwimmen, sie können nicht stehen - erste Krampfgefahr im kalten Wasser, aber es sind ja nur 500 m...

Im umfunktionierten Freibad erfrieren wir dann beim Tauchen unter Rohren nachdem wir in 5 Meter Höhe über dem Wasser gehangelt haben. Es folgt ein gemeines erstes Gerüst-Hindernis, von dem das Wasser 20 m lang herabregnet - gefolgt von einem nassen, kalten Tunnel, der quasi von allen Seiten mit Wasser geflutet wird. Die Feuerwehr schießt aus allen Rohren auf uns!
Auf uns warten weitere Kriech-, Hangel-, Balance- und schwere Tragehindernisse, bevor es erneut durch die Saale und anschließend an eine mit Wasser beregnete 4 m Schrägwand geht, die mit Seilen zu besteigen ist, ohne Sicherung, dafür werden wir von oben wieder nass gemacht aus Feuerwehr-C-Schläuchen. Jetzt rennt keiner mehr, alle sind sie am Ende ihrer Kräfte, viele frieren. Nach einem letzten mit Hochdruckpumpen gefluteten Hindernis geht es schließlich auf die finalen minutenlagen 1000 Meter inmitten der Zuschauer - ähnlich wie beim SAN mit einer geballten Ladung an Hindernissen zum Hangeln, Besteigen, Erklettern (dutzende Eskaladierwände, zig Reifenstapel und vieles mehr), darunter auch zum Frieren nochmal kaltes Wasser, Monkey Bars, eine Halfpipe wie bei Ninja Warrior und Klettergerüste bis zu 10 m Höhe. Ausgezehrt von den 23 km laufen müssen wir uns da durchbeißen.

Weiter über Container, Heuballen, dann erschöpft durch enge Rohre kriechen und beim Aufstehen über der Ziellinie empfängt dich Markus und Kalli, die beiden Veranstalter des GTTR, umarmen Dich und schicken Dich zur Medaillenübergabe und zu deinem Finisherbier - was ein geiles Gefühl! Endlich ist der Moment erreicht, für den Du so lange gekämpft und trainiert hast! Es fällt alles von Dir ab, Du hast es geschafft, das härteste Hindernisrennen Deutschlands, Du fühlst Dich gut.

Alle Athleten der Greif Fighters erreichen glücklich das Ziel - Alex als erster Greif, Sabrina unter den Top 35 der Frauen mit einer schwarzen Medaille, Thorsten trotz leicht verknackstem Fuß, Alexa, Melanie, Patric Siebrand und Patrick Armbruster im starken Team und der 3. Patric mit Christian an seiner Schulter, der mit Schmerzen und verkrampften Waden sich schließlich auch dank Patric Schaudt’s kameradschaftlicher Hilfe durch die letzten Meter kämpft. Alle haben wir super Laune jetzt, sitzen und stehen lachend zusammen. Und alle Greif Fighters können stolz auf sich sein - 24 taffe GTTR-km mit 1.000 Höhenmetern und 150 Hindernissen wurden erfolgreich bewältigt, eine starke Leistung für unser Team und jeden Einzelnen !

Eins ist klar - die Greif Fighters kommen im Dezember definitiv wieder!!!

Vorbereitung ist alles....

…und deshalb trafen sich die Greif Fighter am Sonntag zum Laufen, Hangeln, Baden und noch mehr Laufen. 16 km voll von Hindernissen und unterschiedlichen Bodenbeschaffungen sollten die Athleten auf ihren nächsten Lauf vorbereiten. Die Greif Basis auf unserem Vereinsgelände diente der Aufwärmung. Hindernis für Hindernis wurde bewältigt, um anschließend über Umwege Richtung Knielingen zu laufen. Zwischendurch überwanden wir weitere Hindernisse. In Knielingen wartete das Wasser auf uns. Ob die Temperatur schon im zweistelligen Bereich lag ist fraglich. Aber das hat uns nicht von einem erfrischenden Bad abgehalten. Vorbei an den Ufern des Knielinger Sees, ging es durch Wald und Wiese zurück zur Greif Basis. Vier Stunden nach unserem Start waren wir zurück und nach einer ausgiebigen Dusche saßen wir bei bestem Sonntagswetter im Olympia. Krönender Abschluss für einen tollen, sportlichen Tag.

Der nächste Lauf lässt übrigens nicht mehr lange auf sich warten. Beim Getting Tough – The Race, gilt es am 26. März satte 24 Kilometer zu bewältigen. Der aus 2021 verschobene Lauf in Rudolstadt/Thüringen, gilt als einer der härtesten unter den Extremhindernis-Läufen. Wir wünschen unseren Jungs uns Mädels viel Erfolg und ganz besonders viel Spaß.

Das Video zum Vorbereitungstraining gibt es auf dem YouTube Kanal der Greif Fighters. Reinschauen lohnt sich 😉

Bildergalerie